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After Sun – was tun gegen Falten, Flecken, Sonnenbrand?

Sonne macht glücklich, keine Frage! Ihre positive Wirkung auf Körper und Seele ist seit der Antike bekannt und mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen. Dank UV-Strahlung produzieren wir schließlich Vitamin D, das für den Knochenaufbau zuständig ist und außerdem als Anti-Aging-Hormon gilt.
Aber: Die Dosis macht’s, denn zuviel Sonne schädigt die Haut und sorgt für unschöne Knitterfältchen und Pigmentflecken, die auch im Herbst partout nicht mehr verschwinden wollen. Was dagegen wirklich hilft und was in die Kiste „Ammenmärchen“ gehört, haben wir hier aufgelistet.

 

Sonnenbrand richtig behandeln

 

Do:

Kleine Zellschäden, die zum Beispiel durch leichte Verletzungen oder zu viel Sonne entstanden sind, kann unser Organismus spielend allein reparieren. Kritisch wird’s beim Thema Sonnenbrand, der nicht nur für schmerzhafte Rötungen, sondern sogar für Blasen und schlimmstenfalls für Nekrose (Zelltod) verantwortlich ist.

Dazu muss es natürlich gar nicht erst kommen, wenn wir uns rechtzeitig in den Schatten zurückziehen und die betreffenden Hautpartien kühlen. Kalte Umschläge wirken sehr erholsam; am besten in Trinkwasser getränkte Baumwolltücher verwenden, denn wenn die Hautbarriere bereits geschädigt ist, können womöglich Mikroorganismen eindringen.

Kühlende Cremes und Gels bieten zusätzlich zur ersten Schmerzlinderung einen heilenden Effekt. Auf Hydrocortison-Verbindungen achten, die außerdem entzündungshemmend, antiallergisch und juckreizstillend wirken.

Außerdem ratsam ist eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr, denn das Thema Dehydration wird nach einem allzu langen Sonnenbad oft unterschätzt – also viel Wasser oder lauwarmen Tee trinken.

Don’t:

Unbedingt auf Eis, Kühlpads oder gar Alkohol als Desinfektionsmittel verzichten, die das bereits angeschlagene Zellgewebe zusätzlich schädigen können.
Vorsicht geboten ist übrigens bei angeblich guten alten Hausmitteln, wie Essigumschlägen und Quarkpackungen. Ersteres reizt durch seinen starken Säuregehalt nur unnötig die Haut und Quark oder auch Joghurt wirken zwar zunächst angenehm kühl, werden aber schnell warm und kleben bald unangenehm auf der Haut.

 

Pigmentflecken mindern

 

Do:

Ich bin ja so verschossen … tja, gegen ein paar niedliche Sommersprossen hat wohl niemand etwas einzuwenden. Allerdings vermehren sich die kleinen Pigmentablagerungen mit den Jahren und je nach Sonneneinstrahlung stark und verteilen sich zudem sehr unregelmäßig, bis sie irgendwann zu Chloasmen (großflächigen Verfärbungen) verlaufen sind. Am Ende steht man mit Altersflecken da, die auf Handrücken, Unterarmen, erst recht aber im Gesicht und Dekolleté als unschön empfunden werden.

Ganz wichtig: Bevor man sich für irgendeine Behandlungsmethode entscheidet, unbedingt den Hautarzt konsultieren. So kann nicht nur Hautkrebs ausgeschlossen werden, sondern auch sehr viel harmlosere Auslöser wie Hormonveränderungen durch Schwangerschaft, Antibabypille oder Duftstoffe in benutzter Kosmetika.

Mit modernen Laserverfahren lassen sich Pigment- und Altersflecken inzwischen sehr gut entfernen. Mit Hilfe von hochenergetischem Licht, das von gepulsten Rubin-, Alexandrit- oder Neodym-YAG-Lasern ausgeht, kommt es zu einer kurzfristigen Erhitzung, die das überflüssige Pigment förmlich explodieren lässt. Danach wird es vom körpereigenen Lymphsystem innerhalb weniger Wochen ganz natürlich abgebaut. Bis die Haut komplett abgeheilt ist, sollte UV-Licht vermieden werden. Kosten: 50 bis 150 Euro pro Sitzung.

Bei größeren Pigmentflächen wird meist ein chemisches Peeling mit Fruchtsäure oder Trichloressigsäure angewendet, bei dem die erste und zweite Hautschicht zunächst verätzt und abgetragen wird. Für das etwas schmerzhaftere Verfahren werden je nach Fall 200 bis 750 Euro berechnet. Bei einer Dermabrasion wird die Oberhaut mit einem Diamantschleifer entfernt; hier beginnen die Kosten bei circa 120 Euro.

Don’t:

Teure Bleichcremes, die viele Kosmetikunternehmen im Sortiment haben, bieten leider keinen nachweislichen Erfolg. Speziell für Handcremes mit Bleichmitteln wurde bereits ein unabhängiger Test durchgeführt, in dem die Creme zweimal täglich in einem Zeitraum von drei Monaten aufgetragen wurde. Mit Hilfe eines Chromameters (spezielles Farbmessgerät) wurde im Anschluss der Vorher-Nachher-Effekt gemessen – der bei keiner einzigen der getesteten Cremes nachweisbar war.
Im Gegenzug sind einige medizinische Produkte, die in Apotheken erhältlich sind, bei zumindest leichten Pigmentstörungen durchaus wirksam. Sie verblassen allerdings nur ein wenig und man sollte sich über einige Monate in Geduld üben.

 

Muttermale entfernen

 

Do:

Die wenigsten Muttermale sind angeboren. Je nach Hauttyp und Sonneneinstrahlung vermehren sie sich allerdings stark und sollten spätestens im Erwachsenenalter regelmäßig vom Hautarzt gecheckt werden. Die meisten hell- bis dunkelbraunen Muttermale sind absolut harmlos, letztere werden aber niemals per Laser entfernt, denn dann würde kein Gewebe mehr für eine Biopsie übrigbleiben, mit der man schließlich einen womöglich bedrohlichen Hautkrebs ausschließen will. Stattdessen greift der Hautarzt lieber zum Skalpell, um die feinmikroskopische Krebsuntersuchung durchführen zu können.

Hautfarbene Muttermale sind eher selten aber meist gutartig. Sie können leicht mit einem gepulsten CO2– oder Erbium-YAG-Laser entfernt werden, bei dem die harmlose Hautwucherung schichtweise verdampft. Diese Behandlung ist bereits ab circa 75 Euro zu haben.

Don’t:

Bitte nicht selber an störenden Muttermalen herumdoktern! Weder mit Hausmitteln wie Jod oder Anti-Warzenmitteln noch anderen homöopathischen Wundermitteln kann man Muttermalen ernsthaft zu Leibe rücken. Stattdessen drohen Entzündungen durch mangelnde Desinfektion oder am Ende gar bösartige Zellveränderungen. Also im Zweifel immer an medizinisches Fachpersonal wenden und den Hautarzt seines Vertrauens zu Rate ziehen.

 

Hilfe bei Sonnenfältchen

 

Ein von @thelifeoftaja geteilter Beitrag am

Do:

Lach-, Stress-, Konzentrationsfalten … starke Sonneneinstrahlung ist natürlich nicht gerade hilfreich, wenn man eine ebenmäßige glatte Haut behalten möchte. Und wir sprechen hier nicht von Cellulite oder Orangenhaut, die ohnehin meist genetisch bedingt ist und der wir mit teuren Cremes; Peelings und Massagen nur äußerst begrenzt begegnen können. Die Rede ist vielmehr von den vielen kleinen Knitterfältchen, die wir meist unserem sorglosen Umgang mit UV-Strahlung zu verdanken haben.

Also stets und je nach Hauttyp auf ausreichend Sonnenschutz mit bis zu Lichtschutzfaktor 50+ achten, besonders für empfindliche Hautpartien wie Gesicht und Dekolleté. Wichtig wäre auch an normalen Bürotagen eine Tagescreme mit UV-Filter und ein zusätzliches leichtes Make-up, das ebenfalls vor Umwelteinflüssen schützt und den Teint zudem ebenmäßiger aussehen lässt.

Außerdem ratsam gegen Augenfältchen ist der Griff zur Sonnenbrille oder auch schlicht zur Lesebrille, wenn man sich wiederholt dabei ertappt, dass man beim Lesen die Augen zusammenkneift. Lippengymnastik, bei der man die Vokale A, I, E, U und O überbetont, sorgt langfristig für straffere Haut, ebenso wie Augencreme, die man genauso gut auf die zarte Lippenhaut auftragen kann. Wichtig ist auch eine ausgiebige Hautreinigung am Abend, besonders bevor Pflegeprodukte samft einmassiert werden.

Öfter mal lächeln, mag vielleicht blöd klingen, wirkt aber Wunder gegen Konzentrations- und Zornesfalten, die sich gern zwischen den Augenbrauen bilden und uns grimmiger wirken lassen als wir eigentlich sind.

Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen meist nicht aufgrund ihrer vielen Falten als älter eingeschätzt werden, sondern allein wegen der unregelmäßigen Pigmentierung im Gesicht, die mit den Jahren leider zunimmt – gegen die wir zum Glück mit dekorativer Kosmetik wunderbar vorgehen können. Aber auch hier gilt: Bitte Maß halten, Bauernmalerei vermeiden und auf dezente Natürlichkeit setzen.

Don’t:

Rauchen, zu viel Alkohol und zu wenig Schlaf sind natürlich nicht gerade förderlich für ein ebenmäßiges Hautbild. Aber Facelift, Hyaluron, Botox & Co? Damit wollen wir gar nicht erst anfangen (sonst können wir vor Schreck nicht mehr damit aufhören), sondern uns lieber mit einfachen und möglichst schmerzfreien Methoden beschäftigen, die uns am Ende weder entstellen noch gruselig aussehen lassen.
Natürlich und authentisch bleiben, sollte stets oberste Priorität haben – und dass wir am Leben sind und Gefühle haben, das darf man gerne sehen!