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Make-up-Malheur: Die häufigsten Schminkfehler

Viel hilft viel? Nicht immer, wie diese Beauty-Pannen beweisen!

Zu dunkle Nuancen, hässliche Make-up Ränder, zu viel Puder, ein verwackelter Lidstrich und andere Schminkunfälle: Wir verraten dir die 10 häufigsten Fehler und geben Tipps, wie es richtig geht!

 

Ein zu dunkler Foundation-Ton:

Oftmals ist das Ziel frisch gebräunt und erholt zu wirken – das Gegenteil ist aber oft der Fall. Ist der Ton zu dunkel wirkst du schnell maskenhaft und völlig überschminkt. Außerdem wirkst du dadurch auch älter! Wichtig ist die Foundation auf deinen Hautton abzustimmen. Dazu die Foundation am besten bei Tageslicht auf der Wange und nicht auf dem Handrücken zu testen. Tipp: Lieber zu einem Make-up greifen, das ein bis zwei Nuancen heller ist als dein Teint, da die Farbe über den Tag noch etwas nachdunkelt. Das Badezimmerlicht ist oft zu warm, wodurch das Ergebnis meist zu dunkel oder orange ausfällt. Auch solltest du dich im Tageslicht schminken. Dazu kannst du dich einfach mit einem Handspiegel ans Fenster stellen. Oder du verwendest ein sogenanntes „Beauty Light“, das sorgt für die perfekten Lichtverhältnisse im Badezimmer. Damit kein hässlicher Rand am Übergang zum Hals entsteht, den Übergang mit einem angefeuchteten Schwamm verwischen.

 

Zu viel Puder:

Puder über das Make-up stäuben, damit es länger hält? Das ist nicht mehr zeitgemäß! Puder soll mattieren und für einen samtigen Look sorgen. Zuviel betont allerdings Fältchen und Linien und der Teint wirkt schnell kalkig. Besser einen mattierenden und porenverfeinernden Primer verwenden. Der nimmt den Glanz und dein Teint sieht deutlich frischer aus. Wenn du auf Puder nicht verzichten magst, reicht es die T-Zone – also Stirn, Nase und Kinn – zu bestäuben und mit einem dicken Pinsel zu verteilen. Vorsicht bei öliger Haut – hier sollte auf losen, transparenten Puder gesetzt werden.

 

Verwackelter Lidstrich:

…weil’s mal wieder schnell gehen sollte. So klappt’s besser: Den Ellbogen aufstützen und mit dem Eyeliner von innen zur Lidmitte fahren. Dann von außen ansetzen. Oder gleich Kajal nehmen – sein weicher Strich verzeiht kleine Ausrutscher. Und wenn der Lidstrich doch mal daneben geht hilft ein „Make-up Corrector“-Stift. Der funktioniert wie ein „Tintenkiller“ zu Schulzeiten. Sprich Patzer können einfach ausgelöscht werden! Tolle Erfindung!

 

Verklumpte Wimpern:

Welche Frau träumt nicht von vollen und dichten Wimpern? Doch wer es mit der Mascara übertreibt riskiert einen fiesen Fliegenbeine-Look und verklumpte Wimpern. Damit das nicht passiert am besten im Zickzackkurs tuschen, denn so werden die Wimpern optimal separiert. Vorher aber überflüssige Tusche vom Bürstchen streichen. Für den perfekten Wimpernaufschlag zuerst den oberen Wimpernrand von oben und dann noch mal von unten tuschen. Am unteren Wimpernrand das Bürstchen senkrecht halten und nur einmal tuschen. Sollte es dennoch verklumpen schafft ein Wimpernkamm Abhilfe.

 

Zu dunkler Lidschatten unterhalb der Augen:

Schwarzer Lidschatten unterhalb des unteren Wimpernkranzes macht die Augen kleiner und lässt den Blick traurig wirken. Besser: Auf der Wasserlinie eine schwarze Kajal-Linie ziehen, das schenkt dem Auge mehr Ausdruck. Oder statt Schwarz auf Brauntöne setzen, damit wird das Auge weicher und schmeichelhafter.

 

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Zu viel Rouge:

Rouge ist eines der wichtigsten Make-up-Produkte, denn so sieht die Haut schnell wieder rosig und frisch aus. Leider kann man das Ganze aber auch in das Gegenteil verkehren, wenn man das Rouge falsch benutzt. Stichwort: Barbie-Alarm…. Um sicher zu sein, dass du nicht zu viel Rouge nimmst, den Pinsel vorher einmal kurz ausklopfen, bevor du es aufträgst. Tipp: Lächeln! Dort, wo sich die runden Backen bilden, das Rouge aufpinseln und anschließend gut verblenden.

 

Concealer-Komplikationen

Viele schmieren den Concealer einfach drauf, das ist leider FALSCH! Er sollte vorsichtig eingeklopft werden, sonst setzt er sich in den kleinen Fältchen ab. Außerdem ist die Farbwahl oft nicht ganz einfach. Wähle einen Farbton aus, der eine Nuance heller ist als deine Haut, sonst läufst du Gefahr im Tageslicht auszusehen wie ein Panda. Und noch ein Tipp: Den Concealer ÜBER die Foundation auftragen, da er ja sonst automatisch wieder weggewischt wird.

 

Augenbrauen überzeichnen

Absolutes No-Go: mit dem Brauenstift den gesamten Schwung der Brauen nachzeichnen. Das wirkt hart und unnatürlich. Immer nur einzelne Härchen nachmalen und die Farbe dabei gut verblenden. Hierfür wurden mittlerweile spezielle Augenbrauenstifte mit drei Spitzen entwickelt, die die Farbe in feinen Strichen auftragen und wie Härchen wirken. Schon gewusst? Die Haarfarbe bestimmt den Farbton. Je heller die Haare, um so heller sollte auch der Augenbrauenstift ausfallen.

 

Lippenstift auf den Zähnen

Diese Beauty-Panne haben wir alle doch sicherlich schon einmal erlebt – meistens dann, wenn es gerade am unpassendsten ist wie bei einem Business-Meeting oder dem ersten Date. Aber wie passiert das eigentlich? Einer der Hauptgründe für Lippenstift auf den Zähnen ist eine zu dicke Schicht davon, die höchstwahrscheinlich zu wandern beginnt. Deshalb nur dünn auftragen und mit einem Kosmetiktuch abtupfen. Eine andere effektive Methode ist der Trick mit dem Finger: Nachdem die Farbe aufgetragen ist, den Mund aufmachen und mit diesem den Zeigefinger umschließen. So berührt nur der innere Rand der Lippe den Finger. Zieht man ihn nun heraus bleibt die überschüssige Farbe am Finger kleben und es gelangt nichts auf die Zähne.

 

Schmutzige Pinsel benutzen

Hand auf’s Herz: Wie oft reinigst du wirklich deine Pinsel & Co.? Sie sind oft der Auslöser für Rötungen, unreine Haut oder Akne. Denn in schmutzigen Pinseln können sich Staub, Öl, Hautschuppen und Bakterien ansammeln. Igitt. Make-up-Pinsel sollten mindestens einmal wöchentlich gereinigt werden. Am besten in einer Schale mit warmem Wasser und etwas Babyshampoo für ca. 15 Minuten einweichen und auswaschen. Zum Trocknen auf keinen Fall mit den Borsten nach unten aufstellen. Das verbiegt die Borsten. Besser aufstellen oder auf einer speziellen Trockenmatte austropfen lassen. Wenn es mal schnell gehen muss kann auch ein antibakterielles Reinigungsspray über Nacht aufgesprüht werden.