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Gib mir Zucker, Baby! Sugaring im Sommer

Eine haarige Angelegenheit!

Während man im Winter nachwachsende Körperhaare mit langen Hosen und Pullovern auf die Schnelle kaschieren kann, muss Frau im Sommer fast jeden Tag zum Rasierer greifen. Die Folge sind oft noch sichtbare Haarwurzeln (vor allem, wenn man hell ist) und Hautirritationen. Einen Artikel zu Tipps und Tricks gegen Rasurbrand findet ihr übrigens hier. 

Nach dem Rasieren ist Waxing (noch) die zweithäufigste Haarentfernungsmethode in Europa. Dabei wird Warmwachs erhitzt und je nach Waxing-Studio und Methode mit oder ohne Stoffstreifen gegen die Wuchsrichtung abgezogen. Dadurch können Haare abbrechen, die dann unter der Haut in die falsche Richtung wachsen und zu Pickeln, Einwachsungen und schlimmstenfalls Verkapselungen führen. Zudem sind den Wachsen oft Stabilisatoren und Duftstoffe zugesetzt, die die Haut zusätzlich irritieren.

Wenn Waxen für euch funktioniert und ihr damit happy seid, bleibt dabei. Das ist kein Plädoyer gegen das Waxen, aber es gibt tatsächlich eine effektivere, langanhaltendere und gesündere Methode, unerwünschte Haare loszuwerden.  

Ein Trend, der dem Waxen langsam, aber sicher den Rang abläuft, lautet Sugaring. 

 

Was ist Sugaring eigentlich genau? 

 

Sugaring, auch „Halawa“ genannt, klingt im Englischen zunächst modern, hat aber eine jahrhundertealte Tradition.
Diese schonende Haarentfernungsmethode hat ihren Ursprung im Orient. Zuckerpaste besteht lediglich aus Wasser, Zucker und Zitrone und wird höchstens lauwarm auf die Haut aufgetragen. Anders als beim Waxen erfolgt der Auftrag mit der Hand gegen den Strich, abgezogen wird aber mit einer Handtechnik in Wuchsrichtung der Haare. Somit brechen weniger Haare ab und die Paste kann auch kürzere und feinere Härchen erreichen. Sugaring tut weniger weh als Waxen, weil an der Zuckerpaste keine Hautzellen haften bleiben. Somit gibt es weniger Rötungen und Mikroverletzungen.

Zudem kommt dazu, dass ihr euch und der Umwelt etwas Gutes tut, da Zuckerpaste 100% abbaubar ist und – im Gegensatz zum Wachs- keine Allergien auftreten. Die perfekte Länge der Haare für diese Art der Haarentfernung beträgt 6-8 mm. Ich sugare mich schon seit Jahren und kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass ich ungefähr noch die Hälfte meiner ursprünglichen Haarmasse habe, da die Haare immer wieder aus der Wurzel gezogen werden und die Wurzel auf gut deutsch irgendwann den Geist aufgibt. 

Weil Sugaring so schonend für die Haut ist, ist es vor allem für empfindliche Körperpartien wie Intimzone und Achseln hervorragend geeignet. 3-4 Tage nach dem Sugaring-Termin ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen zu peelen, am besten 1 x pro Woche. Es gibt Waxing-Studios, die zusätzlich Sugaring anbieten und reine Sugaring-Studios. Probiert es aus!