Was bringen Primer wirklich?

It´s a crime not to prime! – Stimmt das wirklich? Hier erfahrt ihr alles, was ihr über Primer wissen müsst und welche die besten sind

Rückblickend finde ich es immer wieder spannend zu sehen, was sich in den letzten 10 Jahren auf dem Make-up Markt getan hat. Vor knapp einer Dekade konnte man bei Foundations zwischen 7-8 Farben wählen und die Konsistenz war camouflageartig. Man wollte abdecken, was das Zeug hält und die Haut konnte kaum atmen. Heute gibt es bis zu 40 verschiedene Shades von einer Marke und die Texturen reichen von samtig bis feuchtigkeitsspendend über BB-Creams und Full Coverage Foundations. Was sich allerdings noch geändert hat, ist die Vorbereitung vor dem Auftragen. Hat man vor ein paar Jahren einfach nur Feuchtigkeitscreme unters Make-up gegeben, gibt es heute Primer, so weit das Auge reicht.
Doch bringen sie wirklich was? Und was können sie?

Make it last

Heutzutage muss unser Make-up vielen Anforderungen standhalten. Der lange Bürotag, die stickige U-Bahn, nach der Arbeit noch zum Sport oder zum After-Work-Drink mit Freunden. Jeder von uns kennt es: Nach 3-4 Stunden fängt die Fassade an zu bröckeln und nach spätestens 7-8 Stunden ist vom ebenmäßigen Teint keine Spur mehr. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass mit dem richtigen Primer eine Foundation oder ein Lidschatten bis zu 12 Stunden halten kann, wenn man keine ölige Haut hat, sogar bis zu 14 Stunden.

Glanzloser Auftritt

Primer können mehr als nur den Tragekomfort und die Haltbarkeit des Make-ups zu verlängern. Wer zum Beispiel zu einer glänzenden T-Zone neigt, kann auf einen mattierenden Primer zurückgreifen. An Tagen, an denen ich viel unterwegs bin und im Terminstress natürlich auch mehr schwitze, bevorzuge ich den Primer von Urban Dekay (unten verlinkt). Er ist gut haltbar und mattiert zuverlässig über Stunden. Dafür reicht eine 2-Cent-Stück große Menge. Primer trage ich generell mit den Händen auf, weil sie sich durch die Körperwärme besser mit der Gesichtshaut verbinden.

Rot sehen

Nicht immer hat man morgens für die große Beauty-Routine Zeit. Auch hier bieten sich Primer an, diesmal allerdings mit Grünstich. Grün ist die Komplementärfarbe zu Rot und kaschiert kleine Pickelchen und Rosacea im Handumdrehen. Somit könnt ihr euch, wenn es schnell gehen muss, sogar den Concealer sparen.

Come closer

Ah… diese wunderschönen Frauen , die uns mit perfekter, porenloser Haut von den Plakaten dieser Welt zulächeln, können schon mal Komplexe in einem hervorrufen. Was man mit zwei Stunden Photoshop doch nicht alles hinbekommt! Egal, ob Model, Schauspieler oder „Normalsterblicher“ – niemand  hat perfekte Haut. Je älter wir werden, desto großporiger wird sie leider. Die gute Nachricht: Porenverfeinernde Primer schaffen ein ebenmäßiges Hautbild und sorgen dafür, dass sich das Make-up nicht in unsere Poren legt und sie noch größer erscheinen lässt.

Glatte Sache

Viele Frauen tragen kein Make-up auf, weil sie meinen, dass dann die Falten stärker herauskommen. Und damit haben sie recht. Wo es anfangs noch frisch aussieht, setzt sich die Foundation mit der Zeit in unseren Fältchen ab und betont sie. Auch hierfür sind Primer perfekt. Sie legen sich in Hautunebenheiten und fungieren wie ein Filler und eine Blockade, sodass sich das Make-up nicht mehr eingraben kann. Wer mit der Kombination Augenfältchen und Concealer zu kämpfen hat, für den ist das Eye Perfecting Fluid von YSL perfekt. Es glättet die Hautoberfläche und ist zugleich ein super Lidschatten Primer.