Wie es sich anfühlt ca. 30 Zentimeter Haare zu lassen?

Schnipp schnapp Haare ab! Ganz so leicht war die Entscheidung dann doch nicht!

Neues Jahr, neues Glück oder wie heißt es so schön? Nicht ganz, denn die Entscheidung mich von meiner langen Mähne zu trennen, traf ich schon im letzten Jahr! Dennoch ist es ganz schön aufregend sich von ca. 30 Zentimetern Haaren zu trennen! Quasi aus lang mach kurz! Wobei, ab wann gilt eine Frisur eigentlich als kurz? Und wie kam es zu diesem Schritt? Und wie fühlt sich das eigentlich an? Fragen über Fragen? All das erzähle ich euch hier!

 

Ich will ehrlich sein: Ich hatte einfach keinen Spaß mehr an meiner XXL-Mähne! Nicht, dass ich meine langen Haare nicht geliebt habe, aber ich hab mal zurück gerechnet und habe dann festgestellt, dass ich meine Haare seit fast einem Jahr nicht mehr offen getragen habe. Weiter Gründe für diesen Entschluss liste ich euch unten auf. Denn für mich war die Entscheidung danach schnell klar! Ab mit der mädchenhaften Mähne! Hallo, schulterlanges Haar mit Mittelscheitel! Lange galt das als langweilig. Derzeit ist es aber sogar die Trendfrisur. Gar nicht bieder!

 

Ein wichtiger Grund ist der Hunger nach Pflege:

Lange Haare werden schnell trocken, struppig und frizzig. Damit sie nicht brechen oder sich spalten, bedeutet das, dass zu jeder Haarwäsche neben dem Conditioner, der ein paar Minuten einwirken sollte, auch eine Pre Wash Kure mit längerer Einwirkzeit und eine Extra Pflege für die Spitzen mit ganz viel Öl dazu gehören. Und genau das bedeutet wiederum: Haare waschen benötigt sehr viel Zeit! Aber auch der Aufwand des Waschens selbst ist nicht zu unterschätzen. Ab einer gewissen Haarlänge ist es einfacher die Haare über Kopf in der Badewanne oder der Dusche zu waschen. Erstens weil man die Pflegeprodukte so leichter auswaschen kann und diese nicht wie unter der Dusche am ganzen Körper verteilt hat. Was man jedoch nicht unterschätzen darf ist die körperliche Herausforderung. Denn wenn es blöd läuft steht man da eine Weile mit den langen, nach vorne geworfenen Haaren über der Wanne und das ist ganz schön anstrengend! Zum Nassmachen der Haare, zum Einmassieren und Ausspülen der Kur, zum Einmassieren und Ausspülen des Shampoos, zum Einmassieren der Spülung, zum Entwirren der Haare, zum Ausspülen der Spülung. Mit Unterbrechungen der Einwirkzeiten mit einem Turban auf dem Kopf kann der ganze Prozess dann schon mal fast eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Wenn man vorher noch keine Kopf- und Nackenschmerzen hatte, dann spätestens jetzt!

 

Und sie werden nicht trocken….

Bei besonders langen und dicken Haaren kann das Trocknen schon mal gut 3-4 Stunden dauern! Und das ist nicht übertrieben! Trotz Ausdrücken und Trockenturban. Zugegeben, im Sommer geht es etwas schneller – aber wie oft haben wir hier wirklich sommerliche Temperaturen? Leave-in-Produkte, die super durchfeuchten verlängern die Trockenzeit sogar noch eher. Also sitzt man wiederum und wartet…. puh!! So ein „Haarwaschtag“ ist also fast wörtlich zu nehmen. Und das mehrmals die Woche. Oft musste ich mir schon vorher überlegen an welchem Tag der Woche das überhaupt möglich ist. Und vom wohl größten und grauenhaftesten Problem habe ich noch gar nicht gesprochen….

 

Das Bürsten

Also ich weiß nicht wie es euch geht, aber bei mir war das jedes Mal ein Kampf! Ich habe meine Haare wirklich nur nach dem Waschen kämmen können und jedes Mal das gleiche Szenario: ein faustgroßer Knoten im Nacken, der sich kaum bändigen lässt! Im Winter durch Schals und Mützen meist sogar noch deutlich schlimmer als im Sommer. Mein Notfallplan lautete jedes Mal: Entwirr-Spray direkt in den Knoten sprühen und dann wirklich die Harre auf dem kompletten Kopf Strähne für Strähne abteilen und vorsichtig auskämmen. Tipp: Dabei nicht von oben nach unten kämmen, sondern zuerst die Spitzen entwirren und sich dann langsam nach oben vorbürsten. Aber das dauert halt und dauert und dauert – vom Ziepen und Ziehen mal ganz absehen! Das für mich wohl schlimmste Gefühl ist aber knapp zwei Tage nach der Wäsche mit den Fingern schon wieder nicht mehr durchzukommen.

 

Die Entscheidung:

Meine langen Haare waren sehr schön und auch gesund, aber in meinem Fall den Aufwand nicht wert. Nicht das Geld, nicht die Zeit, nicht die Nerven! Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich sie wirklich ein Jahr lang nicht offen getragen habe. Also ab damit! Auf zum Friseur! Da dies aber immer eine Sache des Vertrauens ist, habe ich zugegeben erst lange gesucht, bis ich bei Tarik Batmaz von Seethaler Friseure in München gelandet bin. Bei diesem Friseur-Besuch habe ich dann endlich den Mann gefunden, der genau versteht, was ich will und es mit einer Leichtigkeit umgesetzt hat. Tarik hat mit mir eine tolle Typ-Beratung gemacht und ich habe ihm eigentlich sofort blind vertraut. Er ist jemand, der sich mit den neuesten Trends auskennt und diese toll und zum Typ passend anwenden kann. Außerdem ist er sehr sympathisch und man kann mit ihm jeder Haarproblem erörtern.

 

 

Schnipp schnapp und ab!

Der „Rohschnitt“, sprich die Mähne erstmal auf eine neue Grundlänge bringen, ging schneller als ich gucken konnte. Nun gab es keinen Weg mehr zurück. Mit nur einem Schnitt hatte Tarik meinen Zopf in der Hand. Bye bye, XXL-Mähne!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeit für neue Farbe!

Damit der Übergang zu den hellen Spitzen im neuen Look auch wirklich nicht mehr zu sehen ist, wurden die Haare nochmal einheitlich gefärbt. Und zwar in einem kühlen Braunton. Danach wurde der Schnitt in Form gebracht und nach guten zwei Stunden war das Werk vollbracht! Und ich? War mega happy! Schon seit langem haben sich meine Haare nicht mehr so gut angefühlt. Und vor allem soooooo leicht! Tschüss Kopfschmerzen, hallo Wohlfühl-Frisur! Natürlich hatte ich etwas Bedenken, ob ich das Styling denn zu Hause selbst auch so gut hinbekommen werde. Aber ich kann euch sagen, ich bin einfach nur begeistert und erleichtert diesen Schritt gegangen zu sein! Danke an Tarik und Seethaler Friseure für meine Typveränderung! Oder ich gehe sogar soweit zu sagen „Lebensumstellung“ – denn mit den kürzer Haaren fällt das Waschen und ganz besonders das Bürsten deutlich leichter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Du denkst auch darüber nach? 5 Entscheidungshilfen!

  • Reine Formsache! Frisur und Gesichtsform müssen harmonisieren. Tun sie das nicht, wirken die Konturen schnell unvorteilhaft. Das hat zur Folge, das z.B. runde Gesichter noch fülliger wirken, ein großes Kinn noch dominanter und ein langes Gesicht noch länger. Hier kann ein Friseur des Vertrauens optimale Hilfestellung bieten.
  • What time is it? Wie viel Zeit hast du morgens? Es gibt Frisuren, die arbeitsintensiv sind und jeden Morgen in Form gebracht werden müssen. Ein Pony kann z.B. so ein Fall sein. Je nach Haarstruktur sollte dieser morgens nochmal neu über eine Rundbürste geföhnt oder gar geglättet werden. Lange Haare können mit einem Overnight-Styling (abends Locken eindrehen) easy in einer Minute fertig sein. Ein Pixie braucht vielleicht 15 Minuten bis er richtig sitzt. Vor dem Schnitt die morgendliche Stylingdauer checken!
  • Realität vs. Traumhaar! Viele träumen von einer langen Wallemähne, aber Achtung: Die Haarstruktur muss zur Frisur passen. Bei glatten, feinen Haaren droht schnell Spaghettialarm, wenn sie bis über die Schultern reichen.
  • Kaputte Haare? Hier ist die Entscheidung klar… Sind die Spitzen spröde und strapaziert hilft oft nur noch der Griff zur Schere. Zumindest von ein paar Zentimetern solltest du dich dann trennen.