© Nicole Franke

Alina: the Princess of Pop

„Was für eine Stimmgewalt“, dachte ich beim Anhören des beeindruckenden Erstlingswerks. Alinas Debütalbum „Die Einzige“ erschien am 20. Oktober 2017. Gefühlvoll und warmherzig, mal selbstbewusst, mal verletzlich, mal zuversichtlich, mal melancholisch verpackt Alina emotionale Meilensteine, die ihren Weg bis hierher prägten, in Musik: 16 zauberhafte Pop-Juwelen, die so wohltuend anders sind, als das Einerlei, das aktuell am deutschen Pophimmel funkelt.

Wer ist Alina? Was verbirgt sich hinter der jungen Künstlerin, die lange auf der Suche nach ihrer Bestimmung war und ihr – trotz einiger Umwege – nicht entkommen konnte? Im Interview für theCurvyMagazine durften wir sie ein wenig besser kennenlernen.

 

theCurvyMagazine: Welches sind deine Lieblingssongs dieser Künstler?
Alina: Oh, da gibt es viele, vor allem bei Mariah Carey. Von ihr mag ich besonders Anytime You Need a Friend, Ich liebe die Message des Stücks, den Gospel-Chor im Refrain und mit welcher Leichtigkeit sie diesen Song singt. Aber auch Butterfly mag ich sehr, eine absolute Spätentdeckung. Der Song ist so komplex, nimmt so krasse Wendungen. Von Hildegard Knef ist es Von nun an ging’s bergab, so schön ironisch. Illusionen von Alexandra ist ein besonderes Lied für mich, es erinnert mich an meine Kindheit. Thriller von Michael Jackson war mein allererstes Album, ich war so verliebt in ihn, aber waren wir das nicht alle? Eine beeindruckende Persönlichkeit. Von Chris Isaak mag ich besonders Wicked Game – ein so unglaublicher Song, so völlig zeitlos.

 

theCurvyMagazine: Wie empfindest du rückblickend die drei Jahre an der Popakademie?
Alina: Es ist ein krasser Abschnitt in meinem Leben wegen der vielen Extreme, aber es war eine tolle Zeit. Es war wichtig andere Musiker zu treffen, die so ticken wie ich, und ich habe viel gelernt. Ich konnte viel ausprobieren, konnte wachsen und herausfinden, was ich wirklich will und habe mich künstlerisch gefunden. Ich bin dankbar, dass ich da sein durfte.

 

theCurvyMagazine: Du sagst, dass du nach der Stimmbandoperation ein neues Körperbewusstsein erlangt hast – in welchem Zusammenhang steht deine Stimme mit deinem Körpergefühl?
Alina: Stimme ist Körper und Körper ist Stimme. Meine Stimme spiegelt alles wieder – wie gesund oder fit ich bin, wie glücklich oder traurig, denn die Stimme ist ganz nah an meiner Seele dran. Es ist etwas Ganzheitliches, Körper und Stimme bilden eine Einheit. Ich profitiere sehr von der Zeit nach der OP, denn ich habe gelernt, genauer hinzuschauen und mich zu spüren, die Signale meines Körpers wahrzunehmen.

 

theCurvyMagazine: In Spiel unsere Lieder singst du „wir haben an den großen Traum geglaubt“ – musikalisch haben sich deine Träume erfüllt, welche Träume hast du noch?
Alina: Oh, auch musikalisch habe ich sicherlich noch einige Träume. Darüber hinaus möchte ich noch ganz viel reisen, viel von der Welt sehen. Die eine große Liebe treffen, etwas bescheidener vielleicht: Ich möchte einmal länger geliebt haben, länger mit jemandem sein. Und: ein eigener Hund, was bei meinem aktuellen Lebensentwurf allerdings eher schwierig ist.

 

theCurvyMagazine: Wie verstehst du dich als Künstlerin?
Alina: Ganz klar als Pop-Künstlerin. Pop ist das beste Genre für mich, weil es mir die Möglichkeit gibt, mich aus den vielen Genres, die hier zusammenfließen, bedienen zu können.

Alina arbeitet zurzeit an ihrem zweiten Album, das „ganz anders wird, weil mich neue Themen beschäftigen“, sagt sie