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10 Tipps, um Garten und Balkon auf den Winter vorzubereiten

„Die Beschäftigung mit Erde und Pflanzen kann der Seele eine ähnliche Entlastung und Ruhe geben wie die Meditation“, fand schon Literatur-Nobelpreisträger Hermann Hesse.

Und, ja, der ideale Ort zum Entspannen sind nicht Yogamatte oder Whirlpool, sondern der heimische Balkon oder kleine Garten. Hier können wir nach Herzenslust unsere eigene kleine Welt gestalten und die jahreszeitlichen Metamorphosen bewundern.
Jetzt im Herbst müssen wir natürlich alles auf die kalte Jahreszeit vorbereiten; am besten bevor alles tiefgefroren ist. Dazu ein paar Tipps, die nicht nur nützlich sondern auch dekorativ sind:

 

  1. Geranien

Die ehemals sommerliche Blütenpracht von Geranien, Petunien & Co ist ein paar mageren vergilbten Zweiglein gewichen. Also ab in die Tonne damit? Muss nicht sein, denn wer die Pflanzen nun von abgestorbenem Blätterwerk befreit und rein ins Warme holt, erlebt noch mal eine echte Überraschung. Auf der Fensterbank im Wohn- oder Badezimmer blühen die mediterranen Dauerblüher noch mal so richtig auf und verbreiten sommerliches Flair. Danach darf man sie aber dann getrost entsorgen, denn komplettes Überwintern ist aufwendig und die Blüte im Jahr darauf wird ohnehin recht mager.

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Ein Beitrag geteilt von the Curvy am am 21. Feb 2017 um 11:47 Uhr

 

  1. Rasenpflege

Wer seinen sattgrünen Rasen behalten will, muss sich jetzt kümmern. Von Oktober bis November immer mal wieder Laub harken und darauf achten, dass unter dem Blätterteppich keine Staunässe entsteht. Denn Gras liebt Licht und Luft. Wer mag, kann noch mal Vertikutieren und Kalken um den pH-Wert zu regulieren. Denn merke: Nicht das Moos überwuchert unseren schönen Rasen, sondern Moos wächst überhaupt erst, wenn sich das Gras bereits verabschiedet hat. Übrigens, auf Beeten und unter Bäumen ist altes Laub herzlich willkommen. Es gilt als natürlicher Frostschutz und bietet Insekten und Igeln die Möglichkeit, ein molliges Winterquartier zu finden.

 

  1. Vogelhäuschen

Vogelhäuser aber auch Nistkästen sind ein absolutes Muss im Garten und auf dem Balkon. Sie sind die direkteste und auch hübscheste Art, sich für den Vogelschutz zu engagieren und es gibt wunderschöne Modelle – auch zum Selberbauen. Amsel, Rotkehlchen und Meise wissen auch im Winter einen kleinen Rückzugsort zu schätzen und brauchen vor allem dringend Unterstützung bei der Futtersuche. Also im Herbst reinigen und rechtzeitig aufstellen, damit sich die Tiere schon mal an den Anblick gewöhnen. Ideal sind trockene und halbschattige Plätze, die Schutz vor Katze und Marder bieten.

  1. Gartengeräte

Harken, Hacken, Spaten, Schaufel – jetzt im Herbst sollten die vielen nützlichen Helfer unbedingt ein wenig Pflege erhalten. Schließlich wollen wir im nächsten Frühling wieder munter loslegen. Zunächst sollten Erd- und Dreckklumpen entfernt werden; am besten in einer Wanne mit lauwarmem Wasser und einer alten Bürste. Holzsplitter und lose Schrauben am besten gleich nach dem Trocknen auf altem Zeitungspapier entfernen bzw. wieder befestigen. Rostige Stellen sollten mit Sandpapier oder einer Drahtbürste behandelt werden; Holz freut sich zudem über einen kleinen Abrieb mit Leinöl. Überwintern sollten die Geräte dann möglichst staubfrei und trocken.

 

  1. Blumenzwiebeln

Tulpen, Krokus, Hyazinthe – unzählige Blumenzwiebeln werden aktuell im Handel angeboten und dürfen ab Oktober in die Erde gesetzt werden, damit sie pünktlich zur neuen Saison aufblühen. Unbedingt darauf achten, nur feste Zwiebeln zu kaufen, die noch nicht ausgetrieben haben oder sich irgendwie porös anfühlen. Bis zum Pflanztermin kühl und luftig aufbewahren. Bei der Pflanzung gilt die Faustregel, ein Loch auszuheben, das doppelt so tief wie die Zwiebel hoch ist. Dann die Zwiebeln mit der Spitze nach oben in den Boden drücken, wieder zuschütten und ordentlich angießen; das regt die Wurzelbildung an.

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Ein Beitrag geteilt von the Curvy am am 21. Feb 2017 um 11:47 Uhr

 

  1. Kübel und Töpfe

Ein wirklich schöner Blickfang auf Terrasse und Balkon sind eine Ansammlung hübscher Blumenkübel und Töpfe; gern in Grüppchen und unterschiedlichen Größen drapiert. Hier können sich Deko-Fans so richtig austoben, egal ob mediterran, puristisch oder romantisch. Was die Herbstbepflanzung betrifft: Schon mal von der Lasagne-Methode gehört? Wer im Frühling viel Spaß an einem immer neuen Blütenmeer haben will, pflanzt nämlich in Schichten. Zuerst Tulpenzwiebeln, dann Hyazinthen und zuletzt Krokusse; jeweils mit einer Schicht Erde dazwischen. Daruf setzen wir am Ende unsere Herbstbepflanzung, deren Anblick uns im Idealfall den ganzen Winter über erfreut.

 

  1. Herbstbepflanzung

Immergrüne Pflanzen wie Lorbeer und kleine Thujen sorgen für tröstliches Grün, wenn die klirrende Kälte kommt. Für ein wenig mehr Farbe tragen Winterveilchen bei, die es mittlerweile in vielen Nuancen im Handel gibt. Superrobust und gerade im Herbst ein netter Eyecatcher ist lila- oder weißblühendes Heidekraut. Als exotischere Alternativen bieten sich Pfaffenhütchen, Purpurglöckchen oder Zaubernuss an. Letztere besticht durch ihre knallgelbe Winterblüte. Eine echte Trendpflanze ist übrigens die neue Rhododendron-Züchtung ‚Bloombux‘, die sich mit ihrer kleinen Kompaktheit auch für Balkons anbietet und deren kräftiges Grün eine ideale Basis für Winterdeko darstellt..

 

  1. Oleander und Olive

Diese mediterranen Lieblinge vertragen durchaus ein wenig Kälte aber unter minus 5 Grad sollte es dann doch nicht werden. Schon gar nicht über einen längeren Zeitraum. Also entweder einen örtlichen Überwinterungsservice in Anspruch nehmen oder einen nicht ganz so finsteren aber kühlen Platz in Garage oder Keller suchen. Das Gießen nicht vergessen, schließlich lebt die Pflanze weiter, wenn auch im Sparmodus. Wer sicher ist, dass es auf Balkon oder Terrasse keinen bitteren Dauerfrost gibt, kann die Überwinterung auch hier probieren. Dann aber die Töpfe auf Styroporplatten oder Brettern platzieren und alles mit Abdeckvlies, Noppenfolie oder Wolldecken einpacken.

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Ein Beitrag geteilt von the Curvy am am 21. Feb 2017 um 11:47 Uhr

 

  1. Hochbeete

Hochbeete sind nicht nur praktisch, sondern finden sogar auf Balkonen auseichend Platz. Wer im September bereits alles abgeerntet hat, muss allerdings nicht bis zum Frühling von Discounter-Grünzeug leben. Ein paar Gemüse- und Salatsorten können noch jetzt im Herbst gepflanzt und bis Januar regelmäßig abgeerntet werden, darunter Radieschen, Feldsalat, Lauch und Pflücksalate. Bitte niemals bei Frost ernten, sondern eventuell mit Abdeckvlies- oder Folie vor allzu niedrigen Minusgraden schützen. Im Gegensatz dazu entwickeln im Sommer gepflanzte Rosenkohl- oder Grünkohlarten erst nach ein paar Frostnächten ihr wahres Aroma.

 

  1. Deko, Deko, Deko

Jetzt, wo die Natur ihren verdienten Winterschlaf beginnt, können wir uns auf Terrasse und Balkon dekomäßig austoben. Nachdem Kübel und Töpfe bepflanzt sind, ist Großreinemachen angesagt: Dreck und Spinnweben sollten verschwinden, um jahreszeitlichen Arrangements Platz zu machen. Die Ideen reichen vom klassischen ausgehöhlten Kürbis samt Teelicht bis zu Lichterketten, Maiskolben, an denen sich Vögel bedienen dürfen bis hin zu Tannenzapfen – entweder ‚en nature‘ oder mit Glitzerfarbe besprüht. Perfekt wird die Idylle mit auf Stühlen drapierten Schaffellen und Kuscheldecken, um zur Glühwein-Party zu laden.