Interview mit Curvy-Model Iza Ijzerman

Das Model über ihren Beruf, Must-Haves und Lieblingsorte.

Iza Ijzerman kommt aus den Niederlanden und gilt als Look-a-like von Gigi Hadid. Was sie von ihrer Doppelgängerin jedoch unterscheidet, ist ihre kurvige Figur. Iza arbeitet als Curvy-Model und ist eines der Gesichter der neuen Frühjahr/Sommer-Kampagne der Curvylinie Violeta by Mango. Wir sprachen mit dem Model über ihre Must-Haves, Selbstliebe und was auf Reisen immer im Koffer sein muss.

 

 

Erzähl uns kurz, wie du zum Modeln gekommen bist. War es immer ein Traum von dir?

Ich lebte vier Monate lang in Byron Bay und eine Freundin, bei der ich übernachtet habe, sagte, ich solle es versuchen! Sie war ein Model, als sie jünger war! Ich habe ein paar Shootings in Byron gemacht und einigen Agenturen geschrieben.
Ich wollte eigentlich nie ein Model sein, ich bin eher ein Wildfang. Ich segele gerne und mache Musik, aber meine große Leidenschaft sind Tiere. Ich wollte eigentlich immer Tierärztin werden! Das ist immer noch mein Plan, wenn ich aufhöre zu modeln.

Was hältst du vom Vergleich mit Gigi Hadid? Macht es dich stolz oder sagst du, ich bin ich?

Ich fühle mich geschmeichelt, aber es macht mich nicht stolz. Ich bin einfach nur, wer ich bin. Ich kann mein Aussehen nicht ändern. Aber sie ist wirklich hübsch und erfolgreich, das bewundere ich.

Als Model reist du viel. Was ist dein Lieblingsziel?

Ich denke, bis jetzt, Kolumbien und Island. Kolumbien so bunt und die Leute sind so unglaublich nett. Island ist auch wunderschön, die Landschaft ist verrückt.

Was sollte auf keinen Fall im Gepäck fehlen, wenn du unterwegs bist?

Gute Frage! Haha! Da gibt es ein paar Dinge. LIPPENBALSAM!!!!!!! Auf jeden Fall!!! Shampoo- und Haaröl, ein bequemer Pyjama und kuschelige Socken. Mein Ipad-Pro – ich benutze das Ding wirklich für alles und mein Stofftier, mit dem ich immer noch jede Nacht schlafe.

Wie sieht ein perfekter Urlaub für dich aus?

Eigentlich brauche ich nur Sonne und Meer. Ein Ort, an dem ich mich hundert Prozent entspannen kann und absolut nichts tun muss. Aber auch ein Ort, an dem es schöne Restaurants und kleine Cafés gibt, wo ich meinen Kaffee am Morgen trinken kann. Byron Bay im November und Levanto/Cannes im Sommer, um es zusammenzufassen!

 

Was sind deine Must-Haves für diesen Sommer?

Leicht verwaschene Denim-Shorts, ein Paar Cowboystiefel, ein Satinkleid für lange Sommernächte und ein luftiges Kleid, um die Bräune zu zeigen.

Die neue Kollektion Violeta by Mango ist sehr farbenfroh. Passt das zu deinem Stil?

Eigentlich trage ich im Sommer nur Farbe, also ja! Im Winter kleide ich mich normalerweise in neutralen Farben, und im Sommer gehe ich meist auf buntere Kleidung, wie in der Kampagne für Violeta by Mango.

Was ist dein Lieblingsstück aus der MANGO-Kollektion?

Das dreifarbige gerippte V-Ausschnitt Kleid! Wenn ich es mit den Worten von Paloma sage: Ich bin verliebt!!

Glücklicherweise ist die Curvy-Bewegung auf dem Vormarsch. Hast du dich schon immer wohl in deinem Körper gefühlt oder hattest du Zeiten von Selbstzweifeln?

Dass ich ein Model bin, bedeutet nicht, dass ich immer zuversichtlich oder körperlich positiv eingestellt bin! Ich habe natürlich Momente, in denen ich nicht das Gefühl habe, dass ich in den Beauty-Standard passe, aber ich fühle mich nie hässlich. Ich denke, es ist wichtig, sich selbst zu lieben. Es hat eine Weile gedauert, bis ich gesagt habe, das bin ich und und das ist okay. Es ist okay, Röllchen zu haben, nicht perfekt zu sein, weil niemand es ist. Die Liebe zu mir selbst machte mich zu einem sehr glücklichen Menschen, der sich nicht mehr mit Zweifeln belastet.

Welche Tipps hast du für Frauen, die mit ihrem Körper nicht zufrieden sind?

Nun, wenn du mit deinem Körper nicht zufrieden bist, ist es ein großer Schritt, ihn plötzlich lieben zu können. Deshalb beginnt der Prozess der Körperpositivität mit der Akzeptanz. Fange damit an, dich aus einer neutralen Perspektive und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Du hast einen Körper, sei dankbar für ihn. Als ich sah, wie meine Mutter buchstäblich um ihr Leben kämpfte, kam ich mir so schlecht vor, weil ich mir Gedanken über meinen Körper machte, während Menschen sterben und Kinder leiden. Das war für mich der Punkt, an dem ich anfing, mich und meinen Körper zu lieben. Denn es gibt viel größere Probleme als ein Doppelkinn. Aber das war mein Weg, ich denke, jeder hat seine eigene Art  damit umzugehen.