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Liebeserklärung an den Winter

Eine Liebeserklärung an die unbeliebteste Jahreszeit überhaupt.

Darum liebe ich den Winter so sehr

Lorelai Gilmore bezeichnete den Winter einst als „magischste Zeit des Jahres“ – dem kann ich nur zustimmen. Denn wenn es draußen kalt wird, die Blätter von den Bäumen fallen und man endlich auf den ersten Schnee hoffen darf, blühe ich auf. Für mich ist der Winter etwas ganz Besonderes. Ich liebe es, Stiefel zu tragen, auf Mützen zu setzen und alleine durch den Schnee zu spazieren. Und das, obwohl ich in den Sommermonaten alles andere als eine große Läuferin bin. Im Winter aber ist das anders.

 

 

Sobald der erste Schnee fällt, packt es mich: Ich muss raus. Während der Großteil der Welt miesepetrig das Schneetreiben beobachtet und mit hängenden Mundwinkeln durch die Kälte stapft, wandert mein Blick begeistert zum Himmel. Die sonst so befahrenen Straßen sind plötzlich leer, die Welt wird still und auch in mir breitet sich eine gewisse Ruhe und Zufriedenheit aus, die ich sonst so nicht kenne. Wenn die Schneekristalle auf meiner Jacke schmelzen, freue ich mich wie ein kleines Kind. Schlechte Laune? Gibt’s bei mir in der Regel nicht, wenn der Schnee fällt.

Auch das Argument, dass Schnee in der Großstadt so gar nicht geht, lasse ich nicht gelten. Als Berlinerin muss ich das ja auch nicht. Auch wenn ich natürlich einräumen muss, dass Landkinder von der weißen Pracht oft länger etwas haben. In der Hektik der Großstadt und durch die vielen Autos verwandelt sich der Schnee viel zu schnell in schwarzen Matsch.

Aber deshalb ganz darauf verzichten? Kommt für mich nicht in Frage. Dafür genieße ich die Momente viel zu sehr. Fotos im Schnee gehören für mich genau so zum Winter wie der Kakao nach einem langen Spaziergang durch die Kälte. Klar habe ich mir auch schon das ein oder andere Mal eine dicke Erkältung geholt, wenn ich eine Stunde im Schneegestöber durch die Straßen getigert bin. Aber irgendwie war es das wert.

Denn wenn ich den Schnee nicht freundlich begrüße – wer tut es dann? Für mich ist und bleibt der Winter magisch. Und daran ist der Schnee nicht ganz unschuldig.