Schifahren leicht gemacht

Schifahren? Lohnt sich das? Unbedingt!

Wer noch nie auf den berühmten zwei Brettern gestanden hat, weiß nicht, was Freiheit ist. Sagt die Ex-Skirennläuferin, Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maria Höfl-Riesch. Sie läuft immer noch so oft es geht, vor allem im schneereichsten Gebiet Österreichs, in Obertauern. Für The Curvy Magazine erklärt die Schi-Legende, wie jede Frau Schilaufen lernen kann, ohne ein Sport-As zu sein.

Frau Höfl-Riesch, warum ist Schifahren so schön?

Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man die Hänge runterfährt. Man gleitet durch die Natur, es geschieht fast ohne Anstrengung und man atmet diese wunderbare Luft.

Sie haben ja leicht reden, denn Sie standen schon mit drei Jahren auf Schieren. Kann man das als Erwachsener noch lernen?

Ja klar, das kann jeder lernen. Ich empfehle immer, vorher Kräftigungsübungen zu machen und Fitness aufzubauen. Aber man muss kein super Sportler dafür sein.

 

Soll man sich gleich eine ganze Ausrüstung kaufen als Anfänger?

Nein, das ist nicht nötig. Man braucht einen eigenen Ski-Anzug, Handschuhe und Sonnenbrille, den Rest kann man leihen. Hier in Obertauern gibt es Verleih-Firmen, die alles zur Verfügung stellen. Die Schuhe sollten perfekt passen, aber auch nicht zu bequem sein, damit sie richtig Halt geben. Die Experten vor Ort wissen genau, worauf es ankommt. Für Anfänger stellen sie auch passende Stöcke und Schier zusammen, die für die ersten Versuche geeignet sind.

 

Wie sieht es mit einem Helm aus?

Ohne Helm sollte niemand auf die Piste gehen. Einen Helm kann man natürlich auch leihen oder sich selbst kaufen, wenn einem das lieber ist.

 

Und wie lernt man Schilaufen?

Man besucht eine Schi-Schule und durchläuft einen Anfängerkurs. Der kann wenige Tage oder eine ganze Woche dauern, je nachdem wie lange man vor Ort ist. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Und danach ab in die Sauna, um den Muskelkater zu bekämpfen.

Wie lange braucht man, um einen Berg runterzufahren?

Das ist individuell unterschiedlich. Nach einigen Stunden kann man sicher schon im sogenannten „Pflug“ geradeaus ein Stück runterfahren. Um den „Bogen“, das heißt die ersten Kurven zu schaffen, brauchen die Anfänger etwas länger. Aber in der Regel hat man nach einem einwöchigen Urlaub ein schönes Erfolgserlebnis, um eine blaue Piste herunterzufahren.

 

Was ist eine blaue Piste?

Die leichtesten Pisten sind mit blauen Schildern gekennzeichnet. Rot bedeutet mittelschwer und schwarz sehr schwer.

 

Was kostet eine Tageskarte zum Schifahren?

Hier in Obertauern kostet sie für Erwachsene 47 Euro – ein super Preis für die ganze Saison.

Was ist die schönste Zeit zum Fahren?

Von Ende November bis Anfang Mai sind die Pistenverhältnisse perfekt. Die Sonnenanbeter kommen von Ende Februar bis Ende März. Das ist natürlich ideal, da die Tage länger sind und man die Nachmittagssonne auf den Hütten genießen kann.

 

Fahren Sie selbst noch regelmäßig Schi?

So oft und so viel ich kann. Im Gegensatz zu den Wettkämpfen von damals fahre ich jetzt locker und ohne Druck und genieße es sehr. Easy going! Das Gleiten ist wunderbar.

 

Nun die wichtigste Frage: Was Ihr Tipp zum Thema Après-Ski?

Es gibt keinen! Hier gibt es so viele Après-Ski-Location, eine besser als die andere. Selbst hingehen und ausprobieren!