©Eidy Bambang-Sunaryo

Märchen, Mystik und Magie – drei Reiseziele an Halloween

Wenn die Nächte länger und der Nebel dichter wird, erwacht unser Sinn für’s Übernatürliche.

Genau jetzt locken ein paar besondere Reiseziele, die es in sich haben und uns das Geheimnis des Grusels offenbaren. Egal, ob unheimliche Geisterstadt oder verfluchter Wald, wer jetzt sein Ränzel schnürt, ist jenseits ausgetretener Pfade unterwegs und erweitert seinen Horizont – Herzrasen und Haaresträuben inklusive. Eins, zwei oder drei? Wir haben die weltweit spannendsten Reiseziele für Euch unter die Lupe genommen und präsentieren die dramatischsten Drei.

 

Aokigahara – Japans verfluchter Wald

Am Fuße des Vulkans Fuji steht der finstere Aokigahara-Wald. Nur wenige Sonnenstrahlen dringen durch das dichte Blätterwerk. Wer hier vom Weg abkommt, irrt zwischen knorrigen Baumwurzeln und verwunschenen Höhlen umher und hat kaum eine Chance, wieder herauszufinden – oder gefunden zu werden. Letzteres ist das Ziel vieler Japaner, für die der „Sea of Trees“ (See aus Bäumen), als magischer Anziehungspunkt gilt, um dem eigenen Leben ein Ende zu setzen. Japan, in dem der Freitod historisch verankert ist, verfügt hier mitten im mystischen Niemandsland über eine Kultstätte, an der man sich den Geistern besonders nahe fühlt und den sich die Macher des Horrorfilms „The Forest“ aus dem Jahr 2016 mit Bedacht als dämonischen Drehort gewählt haben.

 

Delphi – das Orakel in Griechenland

Während der Antike glaubte man, hier läge der Mittelpunkt der Erde. Heute gehört die antike Stadt Delphi zum UNESCO Weltkulturerbe und wird während der Hauptsaison fleißig frequentiert. So oder so, die Magie dieses geheimnisvollen Ortes ist bis heute spürbar. Zeus ließ hier zwei Adler aufeinandertreffen, um das Zentrum der Welt zu begründen, und die weissagende Priesterin Pythia sagte den Menschen ihre Zukunft voraus. Die Sage von Ödipus hat hier ihren Ursprung, Alexander der Große, Sokrates und viele anderen haben hier ihrem Schicksal die entscheidende Wendung geben lassen. Die spirituelle Kraft ist förmlich greifbar und besichtigen kann man immer noch die Überreste des Tempels des Apollo, verschiedene Schatzkammern und natürlich das legendäre Theater.

 

Kolmanskop – deutsche Geisterstadt in Namibia

Ein verlassenes deutsches Dorf mitten in der Wüste von Namibia? Kolmanskop oder auch Kolmannskuppe galt noch vor rund hundert Jahren als die reichste Stadt Afrikas, denn beim Bau einer Eisenbahnlinie fand man kostbare Diamanten, die einfach so im Sand herumlagen. Glücksritter aus aller Herren Länder reisten an, erbauten im Nullkommanichts eine Ortschaft, deren paradiesische Zeiten jedoch schon bald vorüber sein sollten. Die Überreste aus der deutschen Kolonialzeit, die in Namibia bis 1915 andauerte, erinnern inzwischen eher an eine gruselige Filmkulisse, die sich die Natur erbarmungslos zurückerobert. Halbverfallene Ruinen, eine alte Kegelbahn und deutschsprachige Inschriften versetzen in eine längst vergangene Ära, durch die heute nur noch der heiße Wüstensand streift.

 

Tipps für Individualreisen

Keine Lust auf Pauschalreise im überfüllten Bus? Glück gehabt, denn unsere drei Reisetipps stehen ohnehin nicht auf der Liste der klassischen Touristenrouten im Spätherbst. Wer einen maßgeschneiderten Urlaub vorzieht, kann sich bei folgenden Anbietern umsehen und sich ein individuelles Paket schnüren lassen:

 

www.evaneos.de

www.itravel.de

www.its-your-trip.com

www.marco-polo-reisen.com

www.natours.de

www.windrose.de

www.world-insight.de