Women´s Week Day 7: Frauen in der Chefetage

Women can do everything! Wir stellen dir vier erfolgreiche Unternehmerinnen vor.

Gibt man den Satz „Frauen in der Chefetage“ bei Google ein, erscheinen auf der ersten Seite Beiträge, die titeln „Bitte nicht auf die Chefetage“, „Wenig Fortschritte bei Frauenanteil in Chefetagen“ oder „Eine seltene Spezies“. Es herrscht also noch Nachholbedarf in Sachen Frauen in Führungspositionen. Doch es gibt natürlich auch Gründerinnen, die ihre Idee auf den Markt gebracht haben und damit sehr erfolgreich sind. Vier von ihnen stellen wir dir heute vor.

Corinna Powalla

Der Einfall ein Curated Shopping Startup zu gründen, hatte die Modeliebhaberin Corinna Powalla durch ihren Freund. Dass Männer Shopping-Muffel sind, ist kein Geheimnis und auch Corinna ging es mit ihrem Liebsten so. Also hat hat sie eine Vorauswahl für ihn getroffen und ihn damit jedes Mal überzeugt. Wenn das für ihren Freund funktioniert, muss es doch auch für andere Männer klappen. Die Idee zur Curated Shopping Group (Modomoto), einem Shopping-Club für Männer, war geboren. Das Konzept ist so simpel wie genial: Männer melden sich auf der Website oder App an, füllen einen kurzen Fragebogen aus und eine persönliche Stylistin kümmert sich um alle Kleiderfragen. Die Outfits werden den Männern nach Hause geschickt, sie können in Ruhe alles anprobieren und was nicht gefällt zurückschicken. 2011 wurde Modomoto gegründet und ist seither in acht europäischen Ländern vertreten und beliefert hunderttausende Kunden pro Jahr.

 

Laura Rollers und Sabrina Schönborn

Die beiden Schwestern hatten das selbe Problem, das viele Frauen kennen: Sie fanden nie den passenden BH. Aus dieser Not heraus gründeten Laura und Sabrina die Marke Sugarshape. Das Versprechen: Unterwäsche, die endlich passt und zwar für jede Frau. Die beiden reisten quer durch Europa, trafen sich mit Textilherstellern, prüften Schnitte, Passformen und Qualität und entwarfen eine eigene Kollektion. Natürlich bekamen sie auch Gegenwind. Viele Hersteller sagten ihnen: „Das macht man so nicht. Das haben wir schon immer anders gemacht“. Doch die Schwestern blieben ihrer Vision treu und der Erfolg gibt ihnen Recht. Der Umsatz liegt im Millionenbereich und das Unternehmen will weiter expandieren.

 

Whitney Wolfe-Herd

Die US-Amerikanerin ist gerade mal 29 Jahre alt und kann schon auf eine bemerkenswerte Karriere zurückblicken. Sie war Mitbegründerin von Tinder und hat mit Bummel 2014 eine eigene Dating-App entwickelt. Das Prinzip von Bumble ist im Grunde das selbe wie auch bei Tinder, mit dem Unterschied, dass hier die Frauen den ersten Schritt machen. Anstatt darauf zu warten, von Männern angeschrieben zu werden, haben die Damen 24 Stunden Zeit ihr Match zu kontaktieren, ansonsten verfällt es. Eine weitere Besonderheit ist die Funktion Bumble Bizz. Hier können berufliche Kontakte geknüpft und das Networking so auch als Karrieretool genutzt werden. Im Jahr 2016 war Bumble bereits die viertpopulärste Dating App der Welt.

 

Lea Cramer

Sie hat Sextoys aus der Schmuddelecke geholt und damit eine riesige Marktlücke gefüllt. Sex sells. Das dachte sich auch Lea Cramer – aber bitte mit Stil. Bis sie 2013 den Onlineshop Amorelie gegründet hat, waren Sextoys oft nur in unattraktiven Sexshops zu finden, heute kann man sie bequem online bestellen. Vibrationen & Co. sind außerdem so stylisch, dass man sie schon fast als Dekoelement in der Wohnung einsetzen kann. Ziel ist es, Sexspielzeug in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, deshalb war die Kooperation mit dm, Deutschlands größtem Drogeriemarkt, ein signifikanter Meilenstein für das Unternehmen. Außerdem wird ein Großteil des Sortiments mittlerweile von Amorelie selbst hergestellt. Bestseller: Die Paarbox, der Womanizer und natürlich der Adventskalender.